DIE GRIOTS

Die Griots (auch Djeli, Jeli, Dyeli, Jali genannt) sind alte Meister, die sich der mündlichen Überlieferung und somit der Bewahrung, der seit hunderten von Jahren gepflegten Kultur, verschrieben haben. Durch sie können indigene und einheimische Stämme in Guinea das tanzen, trommeln und singen, was schon ihre Vorfahren gelernt haben. Sie bewahren das Wissen über die Geschichte und Tradition verschiedener Städte und Dörfer, wie in einer Bibliothek. Meist vermitteln sie das Wissen singend, in Form von Gedichten, und begleiten dies mit einem Instrument wie dem Djeli Ngoni, der Kora, dem Bafalon oder der Tama (eine Trommel).

Es gibt verschiedene Familien von Griots:

  1. Jeli oder Dyeli (Dichter) spielen die Gitarre von Griot Djeli Ngoni, Kora oder Balafon und singen die Geschichte in Form von Gedichten.
  2. Finá, sie spielen kein Instrument.
  3. Diejenigen, die die Trommel Tama spielen und die Geschichte in Form von Gedichten singen.

Es gibt auch andere Klassifikationen von Griots, zum Beispiel von Völkern wie Mandiga, Peul und Wolof (Klassifikation aus der Studie Les épopées d’Afrique noire)

Rien que chez les Mandingues on distingue le dyeli (poète), le finè (islamisé), le bélentigi (griot royal), le ngoninfo (griot chasseur). Même si tous sont ran- gés dans le groupe social des nyamakala (gens de castes ou gens de métier), ils ne sont pas identiques. De même, les Peuls distinguent le mabo (poète-historien), le gawlo (poètelouangeur), le bambado (musicien), et enfin les bouffons. Leur travail est spé- cialisé: le mabo ne s’adresse qu’aux nobles, tandis que le gawlo chante et conte pour tout le monde. Il existe la même différence entre le baj-gewel et le bandakat chez les Wolof.

Die Hauptaufgabe der Griots umfasst jedoch nicht nur die Übermittlung alter Geschichten über die Sitten, Rituale und Bräuche vergangener Zeiten, die verschiedenen Völker, Adelsfamilien und Stammbäume, alte Legenden sowie literarische Kompositionen und Musik, die das kulturelle Gepäck des Volkes ausmachen. Griots halten auch Reden bei Zeremonien wie z.B. Hochzeiten, Geburten mit Namensgebung, Beschneidungen und Beerdigungen, leiten aber auch Mediationen und künden wichtige Neuigkeiten und Ereignisse an.  So die Worte von Ngor Nbaye über seinen Vater Griot:

„Wenn etwas passiert, rufen sie meinen Vater an, also nimmt er die große Trommel und teilt den Leuten mit, dass etwas passiert ist. Beim Spielen kommt jeder angerannt und weiß somit, dass etwas passiert. Er kündigt auch andere Dinge wie eine Hochzeit an oder wenn jemand ein Schaf oder eine Kuh verliert, nimmt er das Tama (Trommel Instrument) und spielt es“.

In westafrikanischen Gesellschaften ist die Mediation ein gängiges Verfahren zur Konfliktlösung und obwohl sie unter bestimmten Umständen von einem anderen Mitglied der Gemeinschaft durchgeführt werden kann, weckt das Wort der Griots mehr Vertrauen. Dies zeigt welch hohe Bewunderung und Anerkennung Griots in der Gemeinschaft haben. 

Sie gelten als weise Beschützer der traditionellen Kultur, da sie die Tradition am meisten respektieren, das meiste Wissen demonstrieren und rhetorisch sehr gewandt sind. Griots sind nicht gierig und fragen nicht nach materiellen Gütern, dennoch werden sie für ihre Weisheit von den Leuten mit  verschiedenen Dingen versorgt.

Quellen: 

Interview mit Trommler Meister und Griot Lancei Dioubate

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