häufigste Rhythmen

MENDIANI

Mendiani ist ein Malinke-Rhythmus, der in den Gebieten Siguiri, Mendiana, Kouroussa, Kankan und Kayes in Mali gespielt wird. Er wird von Mädchen zwischen 7 und 14 Jahren getanzt. Der Leiter des Dorfes ist für die Organisation der Zeremonie verantwortlich. Zu Beginn tragen Männer die Mädchen auf ihren Schultern bis zur Dorfmitte,  während die Trommler den Denadon-Rhythmus spielen. Die Mädchen tragen ein „Boubou“ (traditionelles Kleid) und eine Maske, die sie zum Tanzen ablegen sobald der Mendiani-Rhythmus beginnt. Viele Dörfer haben ihre eigene „Mendiani“. Dass ist das Mädchen, das zu dieser Zeit am besten den Mendiani tanzt. Wenn dieses „Mendiani“ -Mädchen erwachsen ist, bringt sie der ausgewählten Nachfolgerin den Mendiani-Tanz bei.

Es kann Unterschiede in der Art und Weise geben, wie die Mendiani-Zeremonie in den verschiedenen Dörfern durchgeführt wird. 

Erwähnenswert ist, dass derzeit Mendiani einer der Rhythmen im guineischen Ballett in Conakry ist.


MORIBAYASSA

Ein sehr alter Malinke-Rhythmus der auch in Mali gespielt wird. Moribayassa wird gespielt, um eine Frau zu Ehren,  wenn diese eine schwierige Situation überwunden hat, oder um ein Mitglied des Dorfes willkommen zu heißen, welches lange nicht mehr gesehen wurde.


DJAA

Ein Malinke-Rhythmus aus den Regionen Kankan, Siguiri und Kouroussa.

An manchen Orten ist er ein verführender Rhythmus, zu dem junge Frauen tanzen. An anderen ein Frauen-Kreistanz, an dem alle Mädchen teilnehmen und jedes mit einem Schritt in Richtung Kreismittelpunkt springt. Djaa wird aber auch bei Treffen vor einer Hochzeitszeremonie gespielt.


FULA FARÉ / YOLELI


In der Sousou-Sprache spricht man vom „Fula-Tanz“, in Peul vom Yoleli und im Senegal ist es ein Fulani-Rhythmus, der gespielt wird, um Ehen oder Einweihungen zu feiern. Derzeit ist dieser Rhythmus in Guinea sehr beliebt und wird bei verschiedenen Festen gespielt, insbesondere in der Region Landouma. 


DJOLE

Djole (Jole, Yole) ist ein Maskentanz der Leute in Sierra Leone (Temine). Traditionell wird er auf quadratischen Trommeln („siccos“) unterschiedlicher Größe gespielt. Der männliche Tänzer trägt dabei eine Maske mit einem Frauengesicht. 


SOFA 

Sofa ist ein sehr alter Malinke-Rhythmus, der Kriegern gewidmet ist.  Diese Krieger („Sofa“) spielten große, plattenförmige Trommeln (Tavela) auf dem Rücken ihrer Pferde und sendeten so Nachrichten. Sofa wurde gespielt, wenn ein großer Krieger oder Jäger in der Stadt starb und als Lob und Dank, bei der Rückkehr der tapferen Männer, die in den Kampf gezogen waren. Als Sofa gespielt wurde, „tanzten“ die Pferde mit ihren Kriegern im Rhythmus der Musik. Früher wurde der Sofarhythmus auch auf einem Bolón gespielt, einem Saiteninstrument.

Der Bolón wurde von „Artistas des Guerre“ (Kriegskünstlern) gespielt, die die Geschichte, das Lied und das Lob von Krieg und Kriegern seit Generationen kannten. Andere Quellen erwähnen, dass „Sofa“ zu Ehren des Königs gespielt wurde.


KASSA


Ein Malinke-Rhythmus der gespielt wird um den Bauern, während und nach ihrer Arbeit, für das Gemeinwohl zu danken und ihnen Motivation und Kraft zu geben. Wenn die Leute den Bauern das Essen bringen, singen und spielen sie Kassa und einige andere Rhythmen, die zur Kassa-Familie gehören, wie z.B. Soro, Toura Foli, Kon, Kondon, Dibon, N Donasso und Nkoké.


KOREDJUGA/ KOMODENU/ KOREDUGA

Ein Malinke-Rhythmus aus der Grenzregion von Mali, zu dem Menschen in Clown- und Jokerkostümen tanzen. Die Kostüme sind sehr schön und meist extravagant und die Tänze werden mit viel Humor, Akrobatik und Kunst aufgeführt. Häufig werden auch Rasseln an den Füßen beim Tanzen verwendet.


Eine andere Version über die Bedeutung von Komodenu ist, dass Komodenu der Name eines Liedes aus der Wassolon-Region ist. Komo bedeutet Fetisj und Komodenu bezieht sich auf die Kinder (oder Schüler) dieses Fetisj. Wenn der Komo aussteigt, bleiben die Frau und die Kinder, die ihn nicht sehen dürfen, in den Häusern.


KONKOBA


Ein Malinke-Rhythmus aus den Regionen Kouroussa, Mandiani und Faranah.
Konkoba bedeutet „Großer Wald“ und gilt als Rhythmus des „guten Bauern“. Er begleitet landwirtschaftliche Aktivitäten und wird in den Feldern gespielt. Früher soll es einen guten Arbeiter gegeben haben, der sehr schnell und effizient in den Daba-Feldern gearbeitet hat. Ihm zu Ehren wurde der Konkoba-Rhythmus geschaffen. An einigen Stellen wird ein Antilopengeweih verwendet, bestückt mit Muscheln und kleinen Spiegeln, um so bei der Ernte gute Erträge zu erhalten.



WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: